Ein paar Videos über Irland

Für alle, welche sich ebenfalls für Irland interessieren, habe ich eine kleine Liste mit Videos über Irland zusammengestellt. Mir persönlich gefällt die Dokumentation über die Delfinflüsterin am besten: In diesem Tierfilm sind neben phantastischen Tieraufnahmen auch imposante Landschaftsbilder zu sehen.

Der Endspurt

Beim Gate am Flughafen von Dublin habe ich Madeleine kennengelernt, eine quirlige, sehr sympathische Frau aus Zürich. Mit Feriengeschichten haben wir uns angeregt die Zeit vertrieben, bis das Flugzeug zum Einsteigen bereit war. Der Flug selber verlief problemlos und mit den beiden netten Damen in meiner Reihe habe ich ein paar freundliche Worte gewechselt. Danach habe ich vorwiegend vor mich hin gedöst.

Beim Aussteigen habe ich auf Madeleine gewartet, die im Flugzeug vier Reihen hinter mir sass. Bei der Kofferausgabe haben wir uns weiter unterhalten. Unter anderem hat sie mich gefragt, wer mich abholen würde. Nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich niemanden gefunden hätte, der mich abholen kann, hat sie mir spontan angeboten, mich bis zum Bahnhof Altstetten mitzunehmen. Ihr Mann Peter hatte ebenfalls keine Einwände und so haben mich die beiden mitgenommen. Am Bahnhof hat mir Madeleine noch mit dem Billet geholfen und dafür gesorgt, dass ich auch auf dem richtigen Perron auf meinen Zug warten würde. An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön für diese spontane Hilfsbereitschaft!

Die Zugfahrt nach Hause verlief ereignislos. Die anschliessende Busfahrt ebenso. Nur die letzten 600 Meter zu Fuss waren mit dem ganzen Gepäck etwas anstrengend. Wie ein Walross schnaubend habe ich es dann aber doch noch bis zu meiner Haustüre geschafft :-)

Well done :-)

Mein Host Papi hier ist ein riesen Schatz! Er hat mir wie versprochen ein kleines Frühstück vors Zimmer gestellt, damit ich trotzdem etwas in den Magen bekomme, wenn ich früh aus den Federn muss. Ein grosses Dankeschön an Colin!

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Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen machte ich mich auf den Weg Richtung Flughafen. Doch schlussendlich hat doch noch alles geklappt. Das Auto konnte ich ohne Wartezeit problemlos zurückgeben und der Shuttlebus hat mich zum Flughafen gebracht.

Dort traf ich eine gute Stunde vor der Zeit ein. Bei einer wohlverdienten Rauchpause habe ich Marie kennengelernt, eine nette junge Frau aus England. Wir haben zusammen einen Cappucchino getrunken und uns eine gute Stunde lang sehr nett unterhalten.

Danach gings zum Checkin Schalter und gleich darauf durch die Sicherheitskontrolle. Natürlich hat mein Knie wieder mal Alarm ausgelöst, was mir wiederum eine Spezialdurchsuchung beschert hat. In einem Shop habe ich für meinen Sohn noch ein Mitbringsel gekauft und nun sitze ich hier am Gate 302 und warte auf den Flieger :-)

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Wenn das mal gut geht…

Der Tagesplan hat eigentlich so ausgesehen, dass ich zur Aussenstelle von Hertz fahre, mir anschaue wo ich morgen früh das Auto zurück geben muss und danach nach Malahide fahre, um mir das Küstenstädtchen anzusehen.

Aber… Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, gibt das morgen eine leichtere Katastrophe. Ich hab diese verflixte Aussenstelle natürlich nicht gefunden. Ganze drei Stunden bin ich weiss der Geier wo überall rumgefahren und habe am Ende nur mit grösster Mühe irgendwann zum B&B zurück gefunden. Die Strassenschilder in und um Dublin sind wirklich ein Thema für sich… (oder ich bin unfähig, was natürlich durchaus auch der Fall sein könnte).

Vielleicht habe ich morgen früh mehr Glück… Wenn nicht, fliegt der Flug 401 morgen ohne mich zurück nach Zürich, was ja – wenn man es objektiv betrachtet – gar nicht so schlimm wäre, weil ich nämlich bis jetzt sowieso noch niemanden gefunden habe, der mich vom Flughafen abholen kann. Alles ein bisschen suboptimal im Moment ;-)

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Allihies – Cork – Dublin

Von der wildromantischen Halbinsel Beara quer über die halbe Insel direkt in die pulsierende City von Dublin. Was für ein Tag! Aber wie immer erstmal der Reihe nach…

Am Vorabend sass ich mit einem Irish Coffee à la Irene vor dem B&B in Allihies und genoss den wunderbaren Blick auf den Atlantik hinaus. Es war so friedlich auf dieser schönen Halbinsel, dass ich beinahe vergass, dass eigentlich ich schon längst wieder auf dem Weg Richtung Flughafen sein sollte.

Da kam eine Mitteilung von Santi, dem lustigen Tramper den ich vor ein paar Tagen in Dingle getroffen hatte. Er schrieb, er sei jetzt in Dublin und fragte, wo ich denn gerade sei. Wir könnten doch in der City ein Bier trinken gehen :-) ja, ja…

Irene, meine liebenswerte Hostmum, meinte, dass die Strecke in sechs Stunden zu machen sein müsste. Sie zeigte mir auf der Karte den besten Weg und da ich ja sowieso in diese Richtung musste, sagte ich Santi zu, mich mit ihm in Dublin zu treffen.

Am darauffolgenden Morgen machte ich mich gut gestärkt mit einem phantastischen Frühstück also auf den Weg. Das Wetter war morgens um neun wunderschön, sodass ich die Weiterfahrt über den Ring of Beara nochmal richtig geniessen konnte. Die Strassen bis Glengarriff waren nicht mehr ganz so gefährlich schmal aber stellenweise auch nicht ganz ohne :-)

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Danach gings via Ballylicke nach Cork. Die holprigen Stassen in Irland habe ich unterdessen übrigens richtig lieb gewonnen… Es machte einen riesen Spass, wie ein Einheimischer über die Bodenwellen zu hüpfen und durch die abwechslungsreiche Landschaft zu fahren! Wer hier schon mal mit dem Auto unterwegs war, wird verstehen, was ich meine :-) Cork konnte ich dann auf der Schnellstrasse umfahren, sodass ich mich schon bald auf der Autobahn nach Dublin befand. Glücklicherweise habe ich ein sehr bequemes Mietauto, welches die lange Fahrt recht angenehm machte.

Nach 5 1/2 Stunden und knapp 400 km erreichte ich Dublin. Dort musste ich mich dann nochmal eine halbe Stunde lang über mehrspurige Strassen zur Innenstadt durchkämpfen. Irene lag also mit ihren geschätzten sechs Stunden genau richtig. In der City angekommen fragte ich mich irgendwie durch und fand tatsächlich einen Parkplatz in der Nähe von Temple Bar. Eine nette junge Frau zeigte mir den Weg zum gleichnamigen Pub und so war ich sogar pünktlich am Treffpunkt. Santi traf ein paar Minuten später ebenfalls ein. Ich hätte nicht gedacht, dass das tatsächlich klappen würde :-)

Nach diesen Strapazen genossen wir in der Temple Bar ein paar gemütliche Stunden während es draussen regnete. Die Stimmung war einmalig, die Leute fröhlich und die Livemusic war mitreissend und machte ganz selbsverständlich gute Laune. Schade, gibt es sowas bei uns in der Schweiz nicht!

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Nur mit Widerwillen machten wir uns gegen den Abend auf den Weg zum Flughafen, wo Santi die Nacht verbringen wollte, damit er frühmorgens seinen Flug nach Barcelona nicht verpassen würde.

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Zum Flughafen zu finden gestaltete sich dann aber äusserst schwierig. Wir sind eine volle Stunde in Dublin herumgekurvt bis wir endlich auf die M1 gefunden hatten. Unterdessen war es dunkel geworden, was das Unterfangen nicht gerade einfacher gemacht hat. Aber schliesslich haben wir sogar das richtige Terminal gefunden und ich konnte den jungen Mann wohlbehalten abliefern. It was very nice to meet you, have a nice time and take care :-)

Und dann wurde es nochmal richtig spannend! Ich hatte geplant, vom Flughafen ins nahegelegene Malahide zu fahren und dort eine Unterkunft zu suchen. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass es so spät werden würde und ich das bei völliger Dunkelheit machen müsste. Kurz gesagt, ich habe mich natürlich heillos in der stockfinsteren Nacht verfahren. Beinahe eine Stunde lang irrte ich in der Finsternis umher, bis ich glücklicherweise doch noch ein B&B fand (soll einer die Schilder sehen, wenn es stockdunkel ist!). Ich hatte mich geistig schon darauf eingestellt, irgendwo am Strassenrand im Auto zu schlafen, aber das blieb mir dann doch erspart.

Kurz nach zehn Uhr abends klingelte ich an einer fremden Haustüre und wurde sehr freundlich empfangen. Ich hatten keinen blassen Schimmer, in welcher Ortschaft ich mich befand und wie die Unterkunft eigentlich hiess. Nach dem Passwort fürs WiFi hatte ich vergessen zu fragen und so fiel ich nur noch müde aber sehr erleichtert ins Bett. Das war vielleicht ein erlebnisreicher Tag!

Übrigens… In jedem Reiseführer wird mehrmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man als Tourist keinesfalls nachts mit dem Auto unterwegs sein soll. Nun weiss auch ich, warum! :-)

Church Island – Kenmare – Ring of Beara

Heute versuche ich mich kurz zu halten, denn es war ein langer Tag und es ist schon spät… Und ausserdem habe ich einen Irish Coffee intus ;-)

Der Morgen war just perfect… Ein herrlicher Sonnenaufgang und ein himmlisches Irish Breakfast haben mir den Start in den Tag leicht gemacht.

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Danach machte ich eine Bootstour zur Church Island. Und zwar mit Junior. Er hiess wirklich so… Ein Irischer Fischer in den sechzigern und absolute lovely :-) Er brachte mich zur Insel und konnte mir viel über die mehr als 1000 Jahre alte Kirche erzählen. Es hatte auch noch so ein Bienenhaus-Gebäude und ein Kreuz, welches ungefähr 3000 Jahre alt sei. Ausser ein paar scheuen Schafen ist die kleine Insel unbewohnt.

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Zurück beim B&B wurde ich beinahe vom Hund des Hauses gefressen. Ich habs ja sonst nicht so mit Hunden, aber der war echt süss und total verschmust. Er wollte mich gar nicht mehr ins Haus lassen. Aber da musste ich hin, um mich von Anne zu verabschieden und mich für die tolle Bewirtung zu bedanken. Danach fuhr ich dem Ring of Kerry entlang nach Kenmare. In diesem hübsche Städtchen setzte ich mich in ein typisches Pub und trank einen Kaffee.

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Danach machte ich mich auf den Weg Richtung Ring of Beara. Diese Fahrt war lang und abenteuerlich. Die Strasse ist teilweise so schmal, dass ich überzeugt war, mich verfahren zu haben. Aber ein Einheimischer hat mir unterwegs bestätigt, dass ich tatsächlich auf dem richtigen Weg sei und dass der Ring of Beara wirklich so schmal sei. Auf weiten Strecken ist nur gerade knapp Platz für ein Fahrzeug. Ab und zu hat es Ausweichstellen, aber manchmal auch nicht. Man hofft einfach, dass einem keiner entgegen kommt :-)

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Die einzig kritische Situation hatte ich zum Glück mir einem Einheimischen, der gute Nerven bewies :-) Auf seiner Seite waren Felsen und auf meiner Seite gings steil runter. Mit eingeklappten Seitenspiegeln haben wir uns minutenlang Millimeter für Millimeter aneinander vorbei gekämpft. Das war mal richtig Action! Well done :-)) Später wurde ich mit einem phantastischen Blick aufs Meer belohnt. Der Rest der Fahrt war ähnlich abenteuerlich und wurde landschaftlich noch schöner. Diese Halbinsel ist schlicht atemberaubend… Ich weiss nicht wie oft ich gedacht habe «Mein Gott, ist das schön!». Irgendwie finde ich kaum die passenden Worte, um diese Landschaft gebührend zu beschreiben.

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Ich weiss, dass es sich kurios anhören muss, aber es war irgendwie mystisch. Man steht da, blickt auf den Atlantik hinaus, hört das Rauschen der Wellen und über einem kreischen die Möwen… Und man kann einfach nur staunen. Über die Kraft und die Schönheit der Natur. Über die intensiven Farben der Landschaft. Über die Magie dieses Momentes. Und über das Wunder, dass die Natur einen im Innersten berühren kann. Ja, ich glaube, mystisch ist das treffende Wort…

Und zu guter Letzt bin ich wieder in einem tollen B&B mit einer lässigen Host Mum gelandet und freue mich jetzt auf eine erholsame Nacht in einem tadellos sauberen Bett :-)

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Bunratty Castle – Ring of Kerry – Valencia Island

Nach einer wohltuend ruhigen Nacht in einem behaglichen grossen Bett habe ich mir im Carrigane House in Adare mal wieder ein Irish Breakfast genehmigt. Frisch gestärkt gings danach direkt unter die makellos saubere Dusche. Eine Wohltat nach dem Desaster im letzten B&B.

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Ein kurzer Smalltalk mit Maura und schon war ich wieder auf Achse. Da ich wegen meinem spanischen Tramper vom Vortag bekanntlich etwas vom Kurs abgekommen war, befand ich mich ja ganz in der Nähe des Bunratty Castle. Dieses wollte ich nun besichtigen. Nur finden sollte man die Sehenswürdigkeit zuerst noch…

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Na ja, es war heute orientierungsmässig nicht so mein Tag… Das blieb nämlich nicht der einzige Umweg, den ich heute gemacht habe. Aber wer sucht der findet et voilà… Ich bin ja nicht so der Burgen-Besichtigungs-Typ, aber das hat mir doch gut gefallen. Im Innern des alten Gemäuers gab es viel zu sehen – von der privaten Kapelle des Burgherren über verschiedene Schlafzimmer, Burgküche bis zum furchterregenden Kerker. Auch der Aussenbereich war sehr interessant. Es gab mehrere alte Gebäude, in welchen man sehen konnte, wie die Menschen damals gelebt haben. Da haben wir es heute bedeutend komfortabler! (Ausser natürlich, man sucht sich die falsche Unterkunft aus ;-)

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Nach der Besichtigung gings wieder zurück via Limerick, Abbeyfeale nach Castleisland. Von dort aus wollte ich auf der N22 nach Killarney fahren… Ja, wollte ich! Ich fuhr aber – vor lauter Konzentration, den Ring of Kerry nicht zu verpassen – glatt an dieser schönen Stadt vorbei. Was solls… Ich hab ja unterdessen Übung im mehrfachen Anfahren von irischen Städten. Auf jeden Fall befand ich mich nun auf der Halbinsel Kerry.

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Kurz nach Cashersiveen machte ich einen Abstecher auf die Valencia Island, welche man bequem über eine Brücke erreichen kann. Und diese Insel ist echt der Hammer! Die Aussicht ist einfach traumhaft! Sobald die Wolken nur ein paar wenige Sonnenstrahlen durchlassen, wird die Landschaft von einer Sekunde zur anderen in unglaublich intensive und kräftige Farben getaucht. Und wenn sich im Hintergrund noch dunkle Wolken auftürmen, ist die Szene an Dramatik und Schönheit kaum zu überbieten.

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Noch etwas weiter westlich hat man einen phantastischen Blick auf den Atlantik. In der Tiefe brechen die Wellen an den Klippen, die Möwen lassen sich kreischend vom stürmischen Wind tragen und das Meeresrauschen lässt einen alles andere vergessen. Wenn ich bedenke, dass ich mir noch überlegt habe, ob sich dieser Umweg überhaupt lohnt… Ich hätte einen beeindruckenden Moment verpasst.

Auf der Weiterfahrt gings dann noch ganz hoch hinauf zu einem Aussichtspunkt, von wo aus der Blick natürlich auch sehr schön war. Der Wind bläst einen da oben aber schier von den Füssen, so dass ich mich relativ bald wieder auf den Rückweg machte. By the way… Ich bin wahrscheinlich die Einzige, die es fertig bringt, sich auf einer so kleinen Insel zu verfahren ;-)))

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Bald fand ich jedoch den Weg zurück auf den Ring of Kerry und machte mich auf die Suche nach einer Unterkunft. Ich hatte es (mal wieder) verpasst, mich frühzeitig bei Tripadvisor schlau zu machen und so fuhr ich etwas ratlos die Strasse entlang. Ich gelangte an eine einsame Kreuzung mit mehreren Schildern von B&B’s und werweiste, welchem im folgen sollte. Bevor ich mich entscheiden konnte, war die Kreuzung plötzlich nicht mehr so einsam… Ich wurde unter Gehupe darauf aufmerksam gemacht, dass mir die Strasse keineswegs alleine gehört, was mich zum spontanen Abbiegen nach links bewog. Ich bin diesem ungeduldigen Autofahrer unterdessen äusserst dankbar… Denn wegen ihm bin ich bei Anne gelandet, die inmitten der wilden Natur, an einem romantischen kleinen See ein B&B betreibt.

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Anne hat mir sogar noch was kleines zum Essen gemacht und ich habe die anderen Gäste kennen gelernt. Ein sympathisches Ehepaar aus Belgien hat mich spontan zu einem Glas Wein eingeladen und wir hatten einen interessanten Abend, wohlig gewärmt vom Kaminfeuer. Just Perfect!

Spontaner Trip nach Limerick

Das Glück scheint mir wieder gnädig gesinnt. Jedenfalls war ich am Morgen die erste unter der Dusche und somit war das Ganze nicht ganz so schmuddelig wie befürchtet. Das Frühstück war so la la, darum habe ich mich mit einem Glas Orangensaft vors Haus verzogen. Dort habe ich die schöne Aussicht genossen und mit den kleinen Kätzchen gespielt. Diese waren leider in einem ähnlich desolaten Zustand wie das Haus :-( alle hatten ganz verklebte Augen und zwei waren auf einem Auge blind :-(

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Ich habe mich dann relativ zügig vom Acker gemacht und fuhr auf dem Slea Drive der Küste von Dingle entlang. Unterwegs machte ich einen Kaffeehalt und genoss den tollen Blick auf den Atlantik.

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Etwas später fand ich einen schönen kleinen Sandstrand. Die Strasse, die da runterführte, war ziemlich abenteuerlich und steil, aber für eine an Pass-Strassen gewöhnte Schweizerin natürlich kein Problem ;-)

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Auf den berühmten Connar Pass habe ich verzichtet, da dieser in Nebel gehüllt war und man somit wahrscheinlich sowieso keine gute Sicht gehabt hätte. So kam es, dass ich schon bald wieder zurück in Dingle war.

Und dort stand Santi an der Strasse. Ein junger Mann aus Spanien, der zwei Monate lang zu Fuss in Irland unterwegs war und nun nach Tralee wollte. Eigentlich wollte ich ihn nur bis nach Anascaul mitnehmen, weil ich dort auf die R561 Richtung Castlemaine wechseln wollte. Aber es kam natürlich anders… Ganz anders!

Das Wetter war mies und für den Ring of Kerry – welchen ich für heute noch im Sinn hatte – sah die Prognose auch nicht besser aus. Und Santi war so ein unterhaltsamer Beifahrer, dass ich ihm spontan angeboten habe, ihn bis nach Tralee zu fahren. Er wusste viele Geschichten zu erzählen und wir haben die ganze Strecke nur gelacht. In Tralee angekommen gingen wir einen Kaffee trinken. Und entschieden, bis nach Limerick hoch zu fahren, sind ja nur 112 km :-))) Es war jedenfalls eine sehr kurzweilige Fahrt und wirklich sehr amüsant. In der Nähe des Touristikbüros habe ich mich dann von ihm verabschiedet und er sich ganz herzlich bedankt. Er war natürlich total happy, dass er viel weiter gekommen war als geplant :-)

Und auch ich hatte Glück! Habe ich doch kurze Zeit später in der Nähe von Adare, ausserhalb von Limerick, ein wundervolles B&B gefunden. Ein sauberes und hübsches Zimmer in schöner und ruhiger Lage! Himmlisch! Und vielleicht kann ich morgen das Bunratty Castle besuchen, das ist hier nämlich ganz in der Nähe.

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Und ja, Mami, ich weiss dass man keine Anhalter mitnehmen soll ;-)))

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